Prinz Harry: Das enthüllt "Spare" | Das Erste (2023)

Harry: Ich war nur zum Schein Williams Trauzeuge

Prinz Harry wirft seinem Bruder William vor, in Wahrheit nicht Trauzeuge bei dessen Hochzeit 2011 gewesen zu sein. Er sei gezwungen worden, bei der "unverschämten Lüge" mitzuspielen, schrieb die englische Zeitung "Mirror" unter Berufung auf Harrys Memoiren. Er habe für die große Show herhalten sollen, um den beiden besten Freunden seines Bruders öffentliches Interesse an ihrer Person zu ersparen.

Nur Stunden vor seiner Hochzeit sei Prinz William Harrys Aussagen zufolge "beschwipst vom Rum der letzten Nacht" gewesen. Harry erinnere sich demnach, zu seinem Bruder gesagt zu haben: "Du riechst nach Alkohol." Er habe ihm Pfefferminzbonbons angeboten und das Fenster des Autos heruntergekurbelt, in dem das Hochzeitspaar saß.

Harry: Charles war eifersüchtig auf Meghan

Prinz Harry wirft seinem Vater Charles vor, eifersüchtig auf die öffentliche Aufmerksamkeit gewesen zu sein, die Meghan bekommen habe. Charles habe befürchtet, die Schauspielerin könne ihm das Rampenlicht stehlen, schreibt Harry laut "Daily Telegraph" in seinen Memoiren.

Sein Vater habe das "schon einmal erlebt und hatte kein Interesse daran, dass ihm das noch einmal passiert", schreibt Harry in Anspielung auf seine verstorbene Mutter Diana. Dem "Daily Telegraph" zufolge schreibt der Prinz weiter, sein Vater habe ihn vor seiner Verlobung mit Meghan gefragt, ob die Schauspielerin vorhabe, nach der Hochzeit weiter in ihrem Beruf zu arbeiten. Charles soll wörtlich gesagt haben: "Mein lieber Sohn, du weißt schon, dass wir kein Geld übrighaben."

Handfester Streit: Hat William Harry niedergestoßen?

Es sind heftige Anschuldigungen, die Prinz Harry gegen seinen Bruder, den künftigen König von England, erhebt. In seiner am 10. Januar erscheinenden Biografie beschreibt der Exil-Royal einen Streit, bei dem William sogar handgreiflich geworden sei. Wie der "Guardian" berichtet, soll sich der Vorfall 2019 in Harrys Londoner Haus abgespielt haben.

Der Auslöser: Bei einer Auseinandersetzung habe William Harrys Frau Meghan als "schwierig", "unhöflich" und "aggressiv" bezeichnet. Die Situation eskalierte: William habe seinen Bruder am Kragen gepackt, an seiner Halskette gerissen und ihn zu Boden gestoßen. "Ich landete auf dem Hundenapf, der unter meinem Rücken zerbrach, und die Stücke schnitten in mich ein", so Harry. "Ich lag einen Moment lang benommen da, dann stand ich auf und sagte ihm, er solle verschwinden."

Damit angeblich nicht genug: William habe Harry danach aufgefordert, zurückzuschlagen und erinnerte ihn dabei an Streitereien und Kämpfe, die die beiden als Kinder geführt hatten. Doch Harry zufolge sei er nicht darauf eingegangen. William habe daraufhin Harrys Haus verlassen. Immerhin: Im Nachhinein soll er sich entschuldigt haben.

"Du musst Meghan nichts davon erzählen."

William habe ihn zudem gebeten, Meghan nichts von dem Vorfall zu erzählen. Stattdessen rief Harry anschließend seinen Therapeuten an.

(Video) Prinz Harry: Skandal-Interviews zum Buch "Spare" – Royal-Expertin ordnet seine Aussagen ein

Letztendlich erfuhr Meghan aber doch noch von der Auseinandersetzung: Sie habe später "Kratzer und blaue Flecken" auf seinem Rücken entdeckt, woraufhin Harry ihr von dem Vorfall erzählte. Laut Harry war Meghan nicht sonderlich überrascht oder wütend darüber. "Sie war furchtbar traurig."

Harrys Nazi-Skandal: Sind William und Kate schuld?

Und es geht weiter mit den Anschuldigungen: Das US-Onlineportal "Page Six" zitiert eine weitere Passage aus dem Leben der Brüder. In seiner Biografie reist Harry zurück ins Jahr 2005 - eine Schreckenszeit für den jungen Royal. Damals sorgte Harry weltweit für Negativ-Schlagzeilen, da er eine Kostümparty in Nazi-Uniform besuchte. Heute gibt er William und Kate eine Mitschuld.

Demnach seien sie es gewesen, die die Idee zu der folgenschweren Verkleidung hatten. Es stand die Wahl zwischen einer Pilotenuniform und dem Nazi-Kostüm. "Ich habe Willy und Kate angerufen und gefragt, was sie von beiden Kostümen halten", so Prinz Harry. "Nazi-Uniform, sagten sie."

William und Kate hätten "vor Lachen geheult", als sie den damals 20-Jährigen für die Party stylten. Ein Foto von Harry mit roter Armbinde und Hakenkreuz landete kurz darauf auf der Titelseite der britischen "Sun".

William stand Harry zufolge übrigens auch auf der Gästeliste der folgenschweren Kostümparty. Motto: "Native and Colonial" (deutsch so viel wie "einheimisch und kolonial"). Er erschien aber in einem wesentlich unverfänglicheren Löwen-Kostüm.

Die britische Boulevardzeitung zeigte Prinz Harry mit Hakenkreuzbinde und titelte: "Harry der Nazi".Bildrechte: dpa

Harry und William: Ist Kate Schuld am Bruderzwist?

Nicht etwa Meghan soll die Beziehung der beiden Brüder zerstört haben. Das Band der beiden bekam laut Prinz Harry bereits viel früher Risse - nämlich am Hochzeitstag von William und Kate.

Der Bruder, den ich an diesem Morgen in die Westminster Abbey eskortiert hatte, war fort – für immer. [...] Ich erinnere mich, dass Willy Kate den Gang hinauf begleitete und als sie durch die Tür verschwanden, in die Kutsche, die sie zum Buckingham Palace bringen würde, dachte ich: Auf Wiedersehen.

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Prinz Harry war gegen Hochzeit von Charles und Camilla

Den ersten Auszügen zufolge scheint Prinz Harry vor allem mit seinem Bruder hart ins Gericht zu gehen. Doch auch zu Charles hat Harry in seinen Memoiren einiges zu sagen.

So gibt Harry zu, dass er strikt gegen eine Hochzeit mit Camilla war. Gemeinsam mit William habe er seinen Vater "angefleht" nicht zum zweiten Mal zu heiraten. Harry habe Camilla als "böse Stiefmutter" gefürchtet.

Auch das erste Treffen mit Camilla beschreibt Harry in seinem Buch. Er vergleicht es mit einer Spritze beim Arzt: "Schließe die Augen, dann merkst du es nicht einmal", so der 38-Jährige. Camilla sei von ihm "gelangweilt" gewesen und habe das erste offizielle Treffen als reine Formalie angesehen, da Harry ihr als Nicht-Thronfolger ja auch nicht im Wege gestanden habe.

Der heutige König Charles III. heiratete Camilla im Jahr 2005Bildrechte: dpa

König Charles: sadistische Witze über Vaterschaft

Und es kommt noch härter: Immer wieder spekulierte die britische Presse, dass nicht Charles, sondern der Offizier James Hewitt Harrys Vater sei. Auch Charles scherzte im Privatem über die Behauptungen. In seinem Buch schreibt Harry, dass Charles es regelrecht "genossen" habe, Harry mit diesen "sadistischen Witzen" aufzuziehen.

Pa erzählte immer gern Geschichten, und das war eine der besten in seinem Repertoire. Am Ende philosophierte er immer: 'Wer weiß, ob ich wirklich der Prinz of Wales bin? Wer weiß, ob ich überhaupt dein richtiger Vater bin?' Dann lachte und lachte er, obwohl es wirklich kein lustiger Witz war, wenn man bedenkt, dass gerade damals das Gerücht im Umlauf war, dass mein wirklicher Vater einer von Mummys Liebhabern war: Major James Hewitt. Einer der Gründe für dieses Gerücht war Major Hewitts feuerrotes Haar.

So war Prinz Harrys erstes Mal

Es wird immer wilder! Beweis? In seiner Biografie zieht Harry nicht nur über seine Familie vom Leder. Er verrät auch einige Details über sich. Innerhalb der rund 416 Seiten seiner Memoiren spricht Harry auch über seinen ersten Sex – und das mit Detailgenauigkeit.

In "Spare" beschreibt er dieses Kapitel seines Lebens als "unrühmliche Folge". Sein erstes Mal hatte Harry mit einer wesentlich "älteren Frau". "Sie mochte Pferde sehr gerne und behandelte mich wie einen jungen Hengst." Der Sex soll Harry zufolge eher mittelmäßig gewesen sein: "Es war eine schnelle Prozedur. Danach hat sie mir einen Klaps auf den Po gegeben und hat mich weggeschickt."

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Prinz Harry: "Ich habe Kokain genommen."

In Harrys jungen Jahren machten immer wieder Gerüchte die Runde, dass der Royal mit Drogen experimentieren soll. In seinem Buch bestätigt Harry nun die Behauptungen.

Laut britischen Medien schreibt Harry, er habe tatsächlich mehrfach Kokain konsumiert – erstmals mit 17 Jahren. Es habe ihm aber "nicht viel Spaß gemacht". Sein Hauptziel sei gewesen "etwas zu fühlen. Anders zu sein."

Von den britischen Medien bekam der junge Prinz den Spitznamen "Dirty Harry" verpasst. Und tatsächlich scheint der Royal früher nichts hat anbrennen lassen.Bildrechte: dpa

Prinz Harry hat 25 Menschen auf dem Gewissen

"Sky News" berichtet über Auszüge der Biografie, die sich mit Harrys Einsätzen in Afghanistan befassen. Der Prinz verbrachte zehn Jahre in der Armee, darunter zwei Fronteinsätze in Afghanistan.

Ich konnte immer genau sagen, wie viele feindliche Kämpfer ich getötet hatte. Und es schien mir wichtig, keine Angst vor dieser Zahl zu haben. Unter den vielen Dingen, die ich bei den Streitkräften gelernt habe, war eines der wichtigsten, dass ich für meine eigenen Handlungen verantwortlich bin. [...] Also meine Zahl: fünfundzwanzig. Das war nichts, was mich mit Genugtuung erfüllte, aber ich habe mich auch nicht geschämt.

So erfuhr Harry vom Tod seiner Mutter Diana

Der 31. August 1997, der Tag, an dem Lady Di starb, bleibt Millionen Menschen auf der ganzen Welt wohl auf ewig in Erinnerung. In seinem Buch erzählt Harry, wie er von der dramatischen Nachricht erfahren hat.

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Prinz Harry habe schlafend im Bett gelegen. Charles habe ihn geweckt, er setzte sich "auf die Bettkante", seine Hand auf dem Knie seines Sohnes. Charles soll dann gesagt haben: "Mein lieber Sohn, Mama hatte einen Autounfall. Es gab Komplikationen. Mama wurde schwer verletzt und ins Krankenhaus gebracht, mein lieber Sohn."

Im Buch bezeichnet er Charles in diesem Moment als "gefühlskalt", denn er habe ihn nicht einmal in den Arm genommen, als er ihm die erschütternde Nachricht überbrachte.

Als Lady Diana starb, waren William und Harry gerade einmal 15 und zwölf Jahre alt.Bildrechte: dpa

Harry hat Kontakt mit seiner toten Mutter aufgenommen

Den Verlust seiner Mutter hat Harry nie wirklich überwunden. Um ihr nahe zu sein, suchte er die Nähe zu einer Frau, die behauptete, mit Toten in Kontakt treten zu können. Das berichtet unter anderem der"Guardian".

"Sobald wir zusammensaßen, fühlte ich die Energie um sie herum", so Harry in "Spare". Die Frau habe ihm gesagt, seine Mutter sei "jetzt gerade" bei ihm. Da sei sein Nacken warm geworden und seine Augen hätten sich mit Tränen gefüllt.

Prinz Harry: Zweifel an den Ermittlungsergebnissen zum Tod seiner Mutter

Die tragischen Umstände des Todes seiner Mutter Diana, die auf der Flucht vor Paparazzi in Paris verunglückte, beschäftigen Harry bis heute. Dem offiziellen Ermittlungsergebnis glaubt er nicht.

Er wirft dem Königshaus vor, William und ihm nicht erlaubt zu haben, öffentlich eine Wiedereröffnung der Ermittlungen zu verlangen.

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Author: Twana Towne Ret

Last Updated: 12/21/2022

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